Heizen mit der Wärmepumpe

Verkaufsargumente für die Wärmepumpe

Neubau
Bereits ein Drittel aller Bauherren in Deutschland entscheidet sich heute für eine Wärmepumpe. Angesichts neuer Vorschriften wird es für Energieberater, Architekten, Planer und Installateure noch einfacher, auch die übrigen Bauherren von den Vorteilen einer Wärmepumpe zu überzeugen. So liefern insbesondere das Energielabel für Heizungen und die Energieeinsparverordnung (EnEV) entscheidende Argumente für die effiziente Wärmepumpe.

 

Altbau
Auch in Altbauten kann die Wärmepumpe punkten. Denn heute findet sich für neun von zehn Häusern Bestandsgebäuden eine sinnvolle Lösung mit Wärmepumpe. Um auch in älteren Häusern einen effizienten Betrieb mit hohen Jahresarbeitszahlen zu gewährleisten, braucht es weder Fußbodenheizung noch Vollsanierung, sondern vor allem Know-How. Der Gebäudeenergieausweis belegt nicht nur Effizienz, sondern liefert ein ausschlaggebendes Argument: mit Wärmepumpe erreicht man höchste Stufen und steigert so den Wert des Hauses.

Viele Bauherren und Sanierer möchten in ihrem Haus alle technologischen Möglichkeiten ausloten, um möglichst modern, komfortabel und vielleicht sogar weitgehend energieautark zu wohnen – hier haben Wärmepumpensysteme deutlich mehr zu bieten als konventionelle Heizungen.

Sie als Fachmann sind für Ihre Kunden der wichtigste Ansprechpartner in Sachen Energieeffizienz, Zukunftssicherheit und Komfort. Wir möchten Ihnen mit unseren Materialien schnell und praxisnah einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen und Potenziale für Ihren Betrieb verschaffen.

 

Vorteile der Wärmepumpe aufzeigen

Gebäudeenergieausweis

Hausbesitzer und Makler müssen den Gebäudeenergieausweis Kaufinteressenten bei einer Besichtigung vorlegen und sogar schon in der Immobilienanzeige Angaben zur Energieeffizienz veröffentlichen. Der Gebäudeenergieausweis ordnet die Gesamteffizienz einer Immobilie anhand einer Effizienzskala von A+ bis H ein. Nach Berechnungen des BWP erreicht ein Standardgebäude mit Sole/Wasser-Wärmepumpe im Energieausweis die Bestnote A+ und mit Luft/Wasser-Wärmepumpe A. Das gleiche Haus mit fossil befeuertem Brennwertkessel und solarer Trinkwarmwassererwärmung hat im Energieausweis ein B, mit einer Pelletheizung hingegen nur D stehen. Da die Energieeffizienz ein entscheidendes Kriterium für viele Kaufinteressenten ist, steigert bzw. erhält die Wärmepumpe den Wert eines Hauses.

Natürlich denkt im Falle eines Neubaus niemand schon vor dem Bau über den Verkauf nach. Dennoch sollten Architekten, Energieberater und Heizungsbauer ihre Kunden auf die voraussichtlichen Effizienzklassen im Gebäudeenergieausweis hinweisen.

 

Energielabel

Seit September 2015 ist die Energiekennzeichnung von Raumheizgeräten und Warmwasserbereitern mittels eines einheitlichen EU-Energielabels vorgeschrieben. Damit erhalten auch Laien erstmals die Möglichkeit, die Energieeffizienz verschiedener Heizsysteme auf einen Blick zu vergleichen und sich bewusst für die effizienteste Heizungsanlage zu entscheiden. Für Hersteller, Händler und Installateure bringt das Label eine Reihe von Pflichten, aber auch große Chancen mit sich. Denn der Effizienzvorsprung der Wärmepumpe ist derart gewaltig, dass die Argumente für die klimafreundlichen, modernen und komfortablen Systeme auf der Hand liegen. Mit dem Effizienzsieger sind Sie und Ihre Kunden immer auf der sicheren Seite.

 

Einbindung Photovoltaikanlage

Wichtige Impulse für Bauherren kann auch der Eigenstromverbrauch liefern. Die Kombination Wärmepumpe und Photovoltaikanlage ist besonders reizvoll, wenn ein Kunde über die steigenden Energiepreise besorgt ist. Mit einer Wärmepumpe können die Hausbesitzer bis zu 60 Prozent Ihres Stroms aus der Photovoltaikanlage selber nutzen

 

Wärmepumpe im Neubau

Energieeinsparverordnung (EnEV)

Weil die Einsparung von Primärenergie erklärtes Ziel der Bundesregierung ist, setzt die Energieeinsparverordnung, kurz EnEV, strenge Anforderungen an die Effizienz von Neubauten fest, die regelmäßig – so auch 2016 – verschärft werden. Seit 2016 erfüllen Brennwertheizungen die EnEV-Vorgaben auch in Kombination mit solarer Trinkwassererwärmung nicht mehr, wodurch für Bauherren zusätzliche Investitionen in die Gebäudedämmung oder komplexe Haustechnik nötig wird, um den EnEV-Standard zu erreichen.

Eine Luft/Wasser- oder Sole/Wasser-Wärmepumpe erfüllt die EnEV-Anforderungen hingegen auch als alleinstehende Technologie problemlos und vermindert daher – trotz maximaler Effizienz – Planungsaufwand und Investitionsvolumen. 

 

Wärmepumpe im Altbau

Checkliste für den Heizungstausch

Gehen Sie gemeinsam mit Ihrem Kunden folgende Checkliste durch, um das Haus auf Wärmepumpentauglichkeit zu prüfen:

  1. Kann die Vorlauftemperatur der Heizungsanlage auf unter 50°C herabgesenkt werden? (Heizlastberechnung nach DIN EN 12831)
  2. Müssen dazu keine, einzelne oder alle Heizkörper ausgetauscht werden?
  3. Ist genügend Platz auf dem Grundstück für die Aufstellung der Luft/Wasser-Wärmepumpe der Außeneinheit oder für die Erdwärmebohrung vorhanden? 
  4. Ist eventuell auch eine Ergänzung der bestehenden Anlage durch eine Wärmepumpe möglich (bivalent)?
  5. Erfüllt die geplante Wärmepumpenanlage die Förderbedingungen des Marktanreizprogramms (MAP)?
  6. Kann die Wärmepumpe mit einer Photovoltaik-Anlage kombiniert werden?

Neuerungen der EnEV seit 2016

Der Primärenergiefaktor für Strom beträgt 1,8 seit 2016. Aber selbst Häuser, die vor 2005 Jahren nach damals gültigem EnEV-Standard errichtet wurden, erfüllen auch die primärenergetischen Vorgaben 2016 noch problemlos. Ab 2021 gilt dann für alle Neubauten der von der EU festgelegte Niedrigst-Energie-Gebäudestandard. Die hierfür gültigen Richtwerte sollen bis Ende 2018 veröffentlicht werden.

Ebenfalls seit 2016 gelten verschärfte Anforderungen an die energetische Qualität der Gebäudehülle. Das Maß hierfür ist der „spezifische, auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche bezogene Transmissionswärmeverlust“ eines zu errichtenden Wohngebäudes. Dieser mittlere Wärmedurchgangskoeffizient (HT‘) darf dann den entsprechenden Wert des jeweiligen Referenzgebäudes nicht überschreiten. 

Erweitert wurde auch die Stilllegungspflicht für alte Heizkessel. Öl- und gasbefeuerte Kessel, die vor Oktober 1985 (früher 1978) eingebaut wurden, dürfen nicht mehr betrieben werden. Generell besteht nun auch für neuere Gas- und Öl-Kessel eine Pflicht zur Außerbetriebnahme nach 30 Jahren Betriebszeit. Nicht betroffen sind allerdings Niedertemperatur- und Brennwertkessel. Außer einer Präzisierung bei der Nachrüstung von Wärmedämmungen oberster Geschossdecken gibt es keine weiteren neuen Anforderungen an Bestandsgebäude.

2016_Heizen_mit_der_Waermepumpe_BWP_mein_schoenes_zuhause.pdf

 

 

  • © NATURAL ENERGY
    Energie-Umwelt-Konzepte UG (haftungsbeschränkt)
Top