Kontrollierte Wohnungslüftung

Kontrollierte Wohnungslüftung

Vorteile auf einen Blick

  • Erhöhter Wohnkomfort durch gefilterte Außenluftzufuhr
  • Gute Luftqualität im gesamten Haus
  • Reduktion von zu hoher Raumluftfeuchtigkeit
  • Permanente Reduktion der Schadstoffe
  • Präventivschutz vor Schimmelpilz
  • Rückgewinnung oder Anreicherung bereits vorhandener Wärmeenergie

Die Energie-Einspar-Verordnung schreibt für alle neu zu erstellenden Gebäude eine luftdichte Gebäudehülle vor. Somit soll durch die Gebäudehülle keine Luft und damit Wärme entweichen. Aus diesem Grund sind moderne Häuser so gut gedämmt, dass eine natürliche Versorgung mit Frischluft durch Undichtigkeiten im Baukörper nicht mehr möglich ist. Eine kontinuierliche, manuelle Fensterlüftung ist ebenfalls nicht sinnvoll umsetzbar.

Die Folgen können jedoch Feuchteschäden, Schimmelbefall und Schadstoffanreicherungen in der Raumluft sein. Außerdem wird dadurch die Qualität der Raumluft beeinträchtigt, sofern nicht zeitgleich für einen kontrollierten, kontinuierlichen Luftwechsel gesorgt wird.

Der Einsatz einer Lüftungsanlage ist daher zum Schutz des Hauses vor Feuchtigkeit und Schimmel notwendig und für einen hohen Wohnkomfort sinnvoll. Denn neben der guten Luftqualität innerhalb des Hauses trägt dies ebenfalls zum Wohlbefinden der Bewohner sowie zur langfristigen Werterhaltung der Gebäudesubstanz bei.

Wussten Sie schon?

Kein anderer Hersteller bietet so viele Möglichkeiten, die kontrollierte Wohnungslüftung auch in Kombination mit effizienter Wärmepumpentechnik einzusetzen. Wärmepumpen-Systeme mit integrierter Lüftungsfunktion finden Sie auch in der Rubrik „Abluft-Wärmepumpen„.

Lüftung, und damit eine hygienisch einwandfreie Raumluft, ist eine Grundvoraussetzung für gesundes Wohnen.

Lüftung – Hygienische Aspekte

Seit Beginn der 80iger Jahre wird das so genannte Sick-Building-Syndrom (SBS) diskutiert. Darunter versteht man das häufige Auftreten von Befindlichkeitsstörungen, aber auch von Krankheitssymptomen in bestimmten Gebäuden und Räumen. Das kann zu chronischen Erkrankungen führen, die die persönliche Arbeits- und Leistungsfähigkeit reduzieren und damit neben dem Verlust an Lebensqualität des Einzelnen, auch der Volkswirtschaft großen Schaden zufügen und gewaltige Kosten verursachen.

Grundsätzlich liegen im Innenraum folgende potentielle Risiken hinsichtlich gesundheitlicher Gefährdung:

  1. Toxische Belastungen durch chemische Schadstoffe und Staub.
  2. Beeinträchtigung durch Lärm, Licht, Geruch, Feuchtigkeit und Klima.
  3. Mikrobielle Besiedlung (Bakterien, Viren, Schimmelpilze) im Sinne von Infektionsrisiken.
  4. Allergene Belastungen.
  5. Sauerstoffmangel

Diese Belastungen sind in erheblichem Maße abhängig von den raumklimatischen Bedingungen, der Lüftungssituation und der Gestaltung und Nutzung des Innenraumes. Im Zuge der energiesparenden Maßnahmen Anfang der 70-er Jahre sind in der Gebäudetechnik im Hinblick auf eine verbesserte Isolierung und Dichtheit der Gebäude große Anstrengungen unternommen worden. Diese führten zu einer Verminderung der Luftwechselrate im Innenraum. Die aus Gesundheits- und Befindlichkeitsgründen erforderliche Mindest-Luftwechselrate von 0,3 – 0,5 kann bei der heutzutage dichten Bauweise bei Neubauten und Modernisierungen

– ohne Lüftungssystem – nicht mehr sichergestellt werden. Aus o.g. Gründen sind zunehmende Beschwerden der Bewohner unvermeidlich.

Der „Kontrollierten Wohnungslüftung” kommt somit eine besondere Bedeutung zu. Sie sorgt für den – in dichten Gebäuden – erforderlichen Luftaustausch und schützt so die Raumluft vor Überfeuchtung, mikrobielle Besiedlung durch Bakterien und Schimmelpilze. Neben einer guten Raumluftqualität trägt dies zum Wohlbefinden der Bewohner sowie zur langfristigen Erhaltung der Gebäudesubstanz bei.

Technische Richtlinien für die KWL sind durch die DIN 1946 – 6 vorgegeben.

So viel wie nötig, so wenig wie möglich!

Prinzipiell gilt die Devise: so viel Luftzufuhr wie zur hygienischen Aufrechterhaltung der Raumluftqualität erforderlich, jedoch so wenig Luftaustausch wie möglich. Der tatsächlich erforderliche Luftwechsel für Wohngebäude wird durch die DIN 1946 T6 festgelegt.

Einen solchen Luftwechsel garantieren die NIBE Lüftungsgeräte. Sinnvollerweise wird mit dem Einsatz von NIBE Lüftungssystemen die in der Raumluft bereits enthaltene Wärmeenergie nicht nutzlos nach draußen geblasen, sondern erneut genutzt.

Auf diese Weise wird nicht nur Energie gespart, sondern auch die Raumluft vor Überfeuchtung, mikrobieller Besiedlung durch Bakterien und Schimmelpilze sowie vor allergenen Belastungen geschützt.

Planen Sie mit NIBE AIR-DIM

NIBE AIR-DIM ist für Lüftungsplanungen in Verbindung mit den NIBE FLEX-Lüftungspaketen konzipiert. Die Volumenstromplanung erfolgt gemäß DIN 1946-T6. Mit NIBE AIR-DIM erstellen Sie Ihre professionelle Lüftungsplanung im Handumdrehen. Die Lüftungsplanung können Sie einfach in der Projektübersicht speichern und jederzeit aufrufen oder weiterbearbeiten.
Zusätzlich erhalten Sie durch NIBE AIR-DIM eine Materialzusammenstellung mit allen wesentlichen Komponenten der Lüftungspakete NIBE FLEX bzw. NIBE FLEX-OVAL. Damit können Sie einfach, professionell und sicher Ihre Lüftungsplanung erstellen.

AIR-DIM finden Sie in der Rubrik „SUPPORT“

DIN 1946 – T6 Kontrollierte Wohnungslüftung

Die Norm ist für alle am Bau Beteiligten verbindlich. Sie schafft Regeln für die Belüftung von Wohngebäuden (Neubauten und Sanierungen) und legt Grenzwerte sowie Berechnungsmethoden für den notwendigen Luftaustausch fest. Sie definiert erstmalig ein Nachweisverfahren, ob eine lüftungstechnische Maßnahme für ein Gebäude erforderlich ist.
Die DIN 1946-6 verlangt jetzt die Erstellung eines Lüftungskonzeptes für Neubauten und Renovierungen. Für Letztere ist ein Lüftungskozept notwendig, wenn im Ein- und Mehrfamilienhaus mehr als 1/3 der vorhandenen Fenster ausgetauscht bzw. im Einfamilienhaus mehr als 1/3 der Dachfläche neu abgedichtet werden.
Das heißt: Der Planer oder Verarbeiter muss festlegen, wie aus Sicht der Hygiene und des Bauschutzes der notwendige Luftaustausch erfolgen kann.

Das Lüftungskonzept kann von jedem Fachmann erstellt werden, der in der Planung, der Ausführung oder der Instandhaltung von lüftungstechnischen Maßnahmen oder in der Planung und Modernisierung von Gebäuden tätig ist.
Wichtigste Frage bei der Erarbeitung des Lüftungskonzeptes ist es, wie die Lüftung zum Feuchteschutz sichergestellt werden kann. Reicht die Luftzufuhr über Gebäudeundichtheiten nicht aus, um die Lüftung zum Feuchteschutz sicherzustellen, muss der Planer lüftungstechnische Maßnahmen
vorsehen.

Herzstück der Norm ist die Festlegung von vier Lüftungsstufen unterschiedlicher Intensität.

  • Lüftung zum Feuchteschutz
  • Reduzierte Lüftung
  • Nennlüftung
  • Intensivlüftung
  • © NATURAL ENERGY
    Energie-Umwelt-Konzepte UG (haftungsbeschränkt)
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